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Lüftungstechnische Kennwerte

Im Bereich der dezentralen Wohnraumlüftung gibt es eine Vielzahl an physikalischen Kenngrößen, welche die Eigenschaften von dezentralen Lüftern kennzeichnen. Lüftungstechnische Kennwerte beschreiben und klassifizieren somit dezentrale Lüftungssysteme. Die große Vielfalt dieser Kennwerte beeinflusst den Entscheidungsprozess von Planern, Architekten, Installateuren und Privatkunden. Im Folgenden zeigen und beschreiben wir von SEVentilation lüftungstechnische Kennwerte und ordnen diese unseren dezentralen Lüftungsanlagen zu. Lüftungstechnische Kennwerte für dezentrale Lüftungssysteme sind:

 

Volumenstrom

Der Volumenstrom beschreibt die Durchflussrate eines Mediums durch einen vorgegebenen Querschnitt. In der Lüftungstechnik zeigt er das Luftvolumen an, welches durch einen dezentralen (oder zentralen) Lüfter pro Zeiteinheit transportiert wird. Die Einheit ist in diesem Fall m³/h. Die Luftleistung einer dezentralen Lüftungsanlage beschreibt ebenfalls den Volumenstrom. Dezentrale SEVi-Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung können je nach Steuerung in vier (beim SEC 20BF) oder sechs (beim SEC-Touch) Volumenstromstufen betrieben werden. Der Volumenstrom gibt die Leistungsfähigkeit eines Lüftungsgerätes an, einen Luftwechsel zu erzeugen.

 

Luftleistung

Beschreibt die geförderte Menge an Luft pro Zeiteinheit und kann in der Lüftungsbranche als Synonym zum Volumenstrom angesehen werden. Die Luftleistung des SEVi 160 beträgt bis zu 45 m³/h, der SEVi Multi als Einzelraumlüftungsgerät schafft bis zu 60 m³/h.

 

Wärmebereitstellungsgrad

Der Wärmebereitstellungsgrad beschreibt den energetischen Wirkungsgrad einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Er ist in den Normen DIN V 4701-10 und DINV 18599-6 definiert. Hierbei wird das Verhältnis der Enthalpie Zuluft (der Zuluft zugeführten Enthalpie) zur Enthalpie Abluft (Differenz aus Enthalpie der Abluft und der Außenluft) berechnet. Dabei werden 3 Komponenten beachtet: Die Temperaturübertragung, der Energiegehalt der Luftfeuchte und die Abwärme des Lüftungsgeräts. Dieser Wärmebereitstellungsgrad wird bspw. bei der DIBt-Zulassung geprüft und dokumentiert. Der DIBt zugelassene SEVi 160 hat beispielweise einen Wärmebereitstellungsgrad (lüftungstechnische Kennwerte) von bis zu 90%.

 

Betriebsspannung

Die Betriebsspannung zeigt an, mit welcher Spannung in V unsere dezentralen Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung betrieben werden. Weiterhin gibt Sie ebenfalls an, ob Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) am Ventilator bzw. am Gerät anliegen muss. Unsere Lüftungssysteme arbeiten mit 12 bzw. 24 V DC und weisen einen sehr geringen Energiebedarf bzw. eine sehr geringe Leistungsaufnahme auf.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme beschreibt die aufgenommene Leistung eines elektronischen Bauteiles in einem bestimmten Zeitraum. Bei dezentralen Lüftungsgeräten mit oder ohne Wärmerückgewinnung sind das die aufgenommenen Watt des Ventilators pro gefördertem m³ und Stunde, als W/(m³/h). Im Modus der Wärmerückgewinnung hat der SEVi 160 bspw. eine Leistungsaufnahme von 0,20 bis 0,25 W/(m³/h) und ist besonders energieeffizient und verbrauchsarm. Weitere lüftungstechnische Kennwerte sind z.B. die Normschallpegeldifferenz, der Messeflächenschalldruckpegel und die Energieeffizienzklasse.

 

Normschallpegeldifferenz

Anstelle des Schalldämm-Maß wird die Normschallpegeldifferenz angegeben, wenn ein Bezug zu einer Prüffläche (z.B. Wand) nicht möglich ist oder die Messfläche zu klein ist. Die Normschallpegeldifferenz ist frequenzabhängig. Die Normschallpegeldifferenz gibt im Bereich der dezentralen Lüftung an, wie stark der Lärm bzw. Geräusche außerhalb des Gebäudes über das Lüftungssystem ins Gebäudeinnere dringen können. Damit ist es ein Maß für die Außenschalldämmung von dezentralen Lüftungsgeräten. Wir haben verschiedene Maßnahmen und Entwicklungen vorgenommen und durchgeführt, um die Außenschalldämmung bei unseren SEVi Lüftern zu erhöhen und damit die Normschallpegeldifferenz zu steigern. Besonders unser SEVi 160PP mit seiner speziell konstruierten Wetterschutzhaube stellt hier eine Besonderheit dar. Unser dezentrales Lüftungssystem SEVi 160 gehört zur Klasse der Schalldämmlüfter.

 
Lüftungstechnische Kennwerte
 

Messflächenschalldruckpegel

Der Messeflächenschalldruckpegel wie auch der Schalldruckpegel geben Auskunft darüber, welche Betriebslautstärke ein Lüftungssystem hat. Somit wird mit diesen beiden Parametern die Eigengeräuscherzeugung eines Lüftungsgerätes beschrieben. Hierbei ist die SEVi Lüftungsserie besonders leise und geräuscharm. Durch einen für beiden Laufrichtungen optimierten Ventilator erzeugt dieser beim Lüften nahezu keine Geräuschemission. Dazu wurden die Nabe und die Flügelblätter des Ventilators geometrisch optimiert. Mehr zum Messeflächenschalldruckpegel (lüftungstechnische Kennwerte) finden Sie im Glossar.

 

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse beschreibt den spezifischen Energieverbrauch von dezentralen Lüftungssystemen in einer bestimmten Konfiguration und ist Teil des ErP-Labels. Sie soll über den Energiebedarf von z.B. Lüftungsgeräten Auskunft geben. Die Einteilung erfolgt von A bis G, wobei A den niedrigsten Energiebedarf angibt. Unser SEVi 160 erreicht in Verbindung mit unserem Regler SEC 20BF und dem integrierten Feuchtesensor eine Energieeffizienzklasse von A.

 

Lüftungstechnische Kennwerte spielen in der Lüftungsbranche eine wichtige Rolle, bspw. bei der Vergleichbarkeit und Bewertung von Lüftungssystemen. Weiterhin sind einige Kennwerte Indikatoren für den Energieverbrauch und damit für die jährlichen Kosten von dezentralen Lüftungsanlagen. Der SEVi 160 hat aufgrund seiner geringen Betriebsspannung und seiner niedrigen Leistungsaufnahme lediglich einen Stromverbrauch im mittleren Eurobereich pro Jahr bei ganztägiger und ganzjähriger Laufzeit. Die obige Aufzählung ist dabei keineswegs vollständig und wird zukünftig durch eine Vielzahl weiterer für dezentrale und zentrale Lüftungssysteme relevanten Kennwerte erweitert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.