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Heizenergiebedarf

Global dient der Heizenergiebedarf für die Beschreibung von Energiestandards bei Objekten zum Beispiel öffentlichen Einrichtungen, Ein- und Mehrfamilienhäusern, Industriegebäuden etc.. Die Minimalforderungen für moderne Wärmedämmungen liegen bei ca. HWB (Heizwärmebedarf) ≤ 100. Bei einem Niedrigenergiehaus-Standard (z.B. bei Neubauten) wird nach der Energieeinsparverordnung EnEV mit einem spezifischen Heizwärmebedarf von ≤50 kWh/m²a gerechnet. Hingegen wird baulich bedingt bei unsanierten Wohnhäusern z.B. bei Altbauten mit einem Wert zwischen 150 bis über 300 kWh/m²a gerechnet.

Für die Berechnung der notwendigen Heizleistung für Häuser, öffentliche Einrichtungen und Wohnungen etc. muss der Heizenergiebedarf bzw. der Heizwärmebedarf ermittelt werden.

Ein weiterer Begriff für den Heizwärmebedarf ist HWB oder Nutzheizenergiekennzahl.

Der Heizbedarf ist eine Größe der Energie (Wärmemenge). Der Heizbedarf wird in Joule (J), Kilojoule, Megajoule, in Kilowattstunden bzw. Megawattstunden angegeben. Für eine wirtschaftliche Berechnung ist die Menge des Heizstoffes relevant. Aus diesem Grund wird der Heizbedarf in Einheiten der Heizmittelmenge umgerechnet. Die zu rechnende Formel lautet: Heizbedarf = thermische Leistung in Kilowatt × Heizzeit in Stunden. Zur Berechnung des Heizenergiebedarfs, stellt sich die Frage: Wieviel Wärmeenergie muss einem Raum zugeführt werden, um die angestrebte Lufttemperatur pro Quadratmeter zu erreichen? Dabei bestimmen individuelle Faktoren des Objektes den Heizenergiebedarf. Es ist sinnvoll, den Heizbedarf (in Joule) auf ein Jahr bzw. eine Heizperiode zu bemessen. Monatliche Angaben sind aber ebenso legitim.

Im Gegenzug zum Heizwärmebedarf beinhaltet der Heizenergiebedarf alle entstehenden Verluste des installierten Heizungssystems, des vorhandenen Warmwasserbereitungssystems, des notwendigen Warmwasserwärmebedarfs und nicht zuletzt die für den Betrieb der Anlagentechnik aufgewendete Hilfsenergie.

 
Heizenergiebedarf
 

Relevante Faktoren zur Berechnung des Heizenergiebedarfs

Der Heizenergiebedarf ist die Wärmeenergie, welche für die Beheizung eines Objektes benötigt wird.

Zur Berechnung des Heizenergiebedarfs wird die Gebäudenutzfläche als Wert mit einbezogen, d.h. um die notwendige Kapazität der gewünschten Heizungsanlage zu ermitteln, muss die Größe der zu beheizenden Bruttogeschossfläche bekannt sein oder, ggf. ausgemessen werden.

  • Klimatische Einflüsse/ Witterung
  • Geografische Einflüsse
  • Bauliche Eigenschaften des Mauerwerks (Stärke, Material)
  • Dämmungen von Dächern und Wänden
  • Dachform
  • Wärmeschutzfenster/ Fenster
  • Isolierte Türen
  • Transmissionswärmeverluste
  • Lüftungswärmeverluste zum Beispiel durch Fensterlüftung
  • Wärmequellen im Gebäude zum Beispiel die Körperwärme von Personen, die Wärmeentwicklung durch einen elektrischen Fön etc.

Bautechnisch Gebäude unabhängig von Standort und Nutzung vergleichen

Um bautechnisch Gebäude unabhängig von Standort und Nutzung vergleichen zu können, verwendet man eine spezifische Gebäudekenngröße, den spezifischen Heizenergiebedarf. Der Heizenergiebedarf wird je Quadratmeter der Grundfläche und Heizzeit ermittelt. Der Jahresheizbedarf ergibt sich aus: Spezifischer Heizenergiebedarf × Gebäudefläche × Heizzeit.

 

Heiztechnikenergiebedarf

Die für den Heizsystembetrieb, zum Beispiel Zentralheizung, Umlaufpumpen, Gebläse, Pellet-Förderung etc. aufzubringende Energie wird als Heiztechnikenergiebedarf bezeichnet. Abhängig von den Heizsystemverlusten ist der Heizenergiebedarf in der Regel über Wert des Heizwärmebedarfs. Um den Heizenergiebedarf zu senken könnte zur Unterstützung der Heizenergie z.B. unsere SEVi 160 – dezentrale Lüftungsanlage oder eine Thermosolaranlage eingesetzt werden. Nicht im Heizenergiebedarf mitgerechnet wird der Warmwasserbedarf für Trinkwasser (Leitungswasser).