Filter

Eine Hauptfunktion von Lüftungsanlagen Z.B. unser Lüftungssystem SEVi 160 ist das Filtern der Ab- und Zuluft (unsere Abluftsysteme: A100 und A160). Für Lüftungsanlagen gibt es verschiedene Anforderungen an die Filterklassen, bei reinen Außenluftdurchlässen (Außenwandluftdurchlass (ALD)) ohne Ventilator ist ein G2-Filter Vorschrift, bei Lüftungs-Systemen mit Wärmerückgewinnung (Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung) wird vom Deutschen Institut für Bautechnik mindestens ein G3-Filter vorgeschrieben. Die Filterklassen werden von unabhängigen Instituten ermittelt, anhand der ermittelten Partikelabscheidung werden die Filter dann in die entsprechende Klasse eingeteilt. In Deutschland gibt es eine Norm für die Einteilung der Filter in entsprechende Filterklasse, welche in regelmäßigen Abständen erneuert wird. Die aktuellste Filterklassifizierungsnorm ist die DIN EN 779:2012 welche im April 2012 veröffentlicht wurde.

Die Einteilung der Filterklassen nach Partikelabscheidegrad:

  • G1 – 50 ≤ Am < 65
  • G2 – 65 ≤ Am < 80
  • G3 – 80 ≤ Am < 90
  • G4 – 90 ≤ Am
  • M5 – 40 ≤ Em < 60
  • M6 – 60 ≤ Em < 80
  • F7 – 80 ≤ Em < 90
  • F8 – 90 ≤ Em < 95
  • F9 – 95 ≤ Em

 

   
 

 

   

 

   

 

 

Beim G1-Filter ist die Filterwirkung am geringsten, beim F9-Filter wird die Filterwirkung immer stärker. Filter aber nur nach Ihrem Partikelabscheidegrad einzusetzen ist nicht möglich, da die meisten Filter der höheren Filterklassen einen größeren Widerstand erzeugen, d.h. die Luft kann nicht mehr so einfach durch den Filter gelangen. Wenn der Filter verschmutzt ist, dann sinkt die Luftdurchlässigkeit sogar noch mehr. Ein höherer Widerstand wiederum bedeutet eine höhere elektrische Leistungsaufnahme, verbunden mit höheren Laufgeräuschen des Ventilators um den gleichen Volumenstrom zu erzeugen. Hier gibt es zwar seit längerer Zeit Filter, die Elektrostatisch aufgeladen sind und damit einen hohen Partikelabscheidegrad bei geringerem Volumenstromverlust möglich machen. Diese Filter haben aber einen großen Nachteil, dass nämlich Feuchtigkeit die Filterleistung stark mindern kann. Aus diesem Grund werden elektrostatisch aufgeladene Filter seit April 2012 neu geprüft, Sie werden in flüssiges Isopropanol (IPA) getaucht und dann getrocknet. Dadurch wird die elektrostatische Aufladung entfernt und es kann nun die reale Filterleistung ermittelt werden.

Gern unterstützen wir Sie bei der richtigen Auswahl eines geeigneten Filtermediums für Ihr Lüftungssystem. Schreiben Sie uns einfach oder rufen uns an.

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