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Feuchtigkeitssensor

Im modernen Gebäude- bzw. Wohnungsbau zählt eine kontrollierte Wohnraumlüftung nahezu zum Stand der Technik. Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung sollen im Wohnraum anfallende Feuchtigkeit abtransportieren und Sauerstoff in den Wohnraum hineintransportieren. Weiterhin wird bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung der Primärenergiebedarf des Haushalts gesenkt. Hierbei können zentrale und dezentrale Lüftungsgeräte unterschieden werden. Geräte aus dem Bereich dezentrale Lüftung können mit einem Feuchtigkeitssensor (auch Feuchtesensor) ausgestattet sein.

 

Feuchtigkeitssensor – Aufgabe

Durch die Tätigkeit von Menschen und das Vorhandensein von Pflanzen und Haustieren entsteht in Wohnräumen wie ebenfalls in Büros, Geschäftsräumen und Gewerberäumen eine hohe Feuchtigkeit. Diese Luftfeuchtigkeit kann unter bestimmten Bedingungen zur Schimmelbildung und damit zur Schädigung der Bausubstanz führen. Mithilfe eines Feuchtigkeitssensors wird die Luftfeuchtigkeit im Raum permanent gemessen und zu einer auswertenden Einheit, bspw. einer Bedieneinheit dezentraler Lüftungsanlagen geführt. Systeme zur kontrollierten Wohnraumlüftung arbeiten mit einem Feuchtesensor besonders energieeffizient.

 

Feuchtigkeitssensor – Funktionsweise

In unserem Bedienelement SEC-20BF ist ein deaktivierbarer Feuchtesensor integriert. Damit lassen sich dezentrale Lüftungsgeräte in Abhängigkeit von der Raumluftfeuchte steuern. Übersteigt die Luftfeuchtigkeit den voreingestellten Grenzwert, erhöht das Bedienelement automatisch alle 15 Minuten die Lüftungsstufe, bis die Raumluftfeuchtigkeit wieder unter den voreingestellten Grenzwert gesunken ist. Ist die Lüftungsstufe 4 (höchste Lüftungsstufe) im Wärmerückgewinnungsmodus erreicht, schaltet der Regler alle angeschlossenen Lüftungsgeräte auf Abluft. Nach dem Abtransport der Feuchtigkeit und dem Sinken der Luftfeuchtigkeit senkt der Regler im 15 Minutentakt die Lüftungsstufen nach unten, bis die voreingestellte Stufe wieder erreicht ist.

 

Hohe Energieeffizienz durch den Einsatz dezentraler Lüftungsgeräte mit Feuchtigkeitssensor

Aufgrund der oben beschriebenen Funktionsweise der Lüftungssteuerung mit Feuchtigkeitssensor arbeiten die angeschlossenen dezentralen Lüfter besonders energieeffizient. Werden die Lüftungsgeräte wie bspw. der SEVi 160DUO Mini in Ablufträumen wie Badezimmer über ein Bedienelement mit Feuchtigkeitssensor betrieben, regelt der Sensor nur bei Feuchteanfall die Lüftungsstufen und damit das Lüftungssystem nach oben. Fällt keine Feuchtigkeit an, lüftet der dezentrale Lüfter auf der geringsten Lüftungsstufe und verbraucht damit auch nur verschwindend wenig Energie. Die Grundbelüftung der Räumlichkeit ist damit dennoch gegeben.

 

Keller feuchtegesteuert entlüften

Eine besondere Bedeutung kommt der Belüftung von Kellerräumen zu. Hierbei sind die Besonderheiten von untererdigen Räumen, speziell deren Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse zu beachten. Gerade in diesen Räumlichkeiten reichen einfache, standardisierte Lösungen oft nicht aus, um die Feuchtigkeit effektiv aus dem Gebäude heraus zu transportieren. Hierbei kann ein Feuchtigkeitssensor in Kombination mit einer Messung der Raumtemperatur im Keller und außerhalb des Gebäudes die Effizienz der Lüftung enorm steigern. Diesen Anforderungen wird mit einer Taupunktsteuerung bzw. einer Taupunkt-Lüftungssteuerung Rechnung getragen.

 

Taupunktsteuerung – Feuchtigkeitssensor integriert

Unsere Taupunktsteuerung Z-SEC-TPS wurde speziell für den Einsatz in feuchtekritischen Räumen entwickelt. Die Taupunktsteuerung besteht aus einem Außensensor, der Entfeuchtungssteuerung und einem Netzteil. Der Außensensor und die Entfeuchtungssteuerung sind mit einem Feuchtigkeitssensor und einem Sensor zur Messung der Lufttemperatur ausgestattet. Aus der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit wird der Taupunkt bzw. genauer die Taupunkttemperatur ermittelt. Der Taupunkt wird sowohl für die Kellerluft wie ebenfalls für die Außenluft ermittelt.
Der Taupunkt bzw. die Taupunkttemperatur beschreibt den Zustand, in welchem die Luft zu 100% mit Wasserpartikeln gesättigt ist. Die Luft kann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen, anfallende Feuchtigkeit fällt aus und wird z.B. an kalten Oberflächen wie Wänden oder Fenstern sichtbar.
Die Taupunktsteuerung vergleicht nun die Taupunkte der Außenluft und der Kellerluft und startet den Lüftungsvorgang nur, wenn der Taupunkt der Außenluft geringer ist als der Taupunkt der Kellerluft. In diesem Fall ist die Außenluft trockener und es wird eine zusätzliche Feuchtebelastung vermieden.

Feuchtigkeitssensor
 

Lüftung mit Feuchtigkeitssensor spart Energie und vermindert das Schimmelrisiko

Werden dezentrale Wohnraumlüftungsanlagen mit Feuchtigkeitssensor betrieben, ist dies zum einen sehr energiesparend, da nur bei erhöhtem Feuchteanfall die Lüftungsstufe erhöht wird. Fällt keine Feuchtigkeit an, lüftet das dezentrale System auf geringer Stufe. Weiterhin wird das Risiko von Schimmelbildung, vor allem in Ablufträumen minimiert, da bei hoher Luftfeuchtigkeit die dezentrale Lüftung intensiver lüftet, um die Luftfeuchtigkeit zu senken. Durch den effektiven Abtransport überschüssiger Feuchtigkeit wird das Schimmelrisiko deutlich minimiert.